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Montag, 10. Oktober 2011

Thema Trauma, Doku: Amerikas verletzte Seelen

Hallo liebe Blogleser,

heute wollte ich einmal etwas zum Thema Trauma schreiben. Ich habe vor etwa einer Woche eine bemerkenswerte Doku über Kriegstraumata auf ARTE gesehen. Die Doku hieß: "Amerikas verletzte Seelen", ich habe diese jetzt bei Youtube gefunden und möchte euch bitten, diese anzuschauen:

                                                              (auch in 720p HD Ready Qualität)

Beschreibung: (Dokumentarfilm Frankreich 2010 arte)

Als sie in den Krieg zogen, waren sie Patrioten aus tiefster Überzeugung. Bei ihrer Rückkehr aus dem Irak ist vieles unklar geworden. Der Krieg hat sie verletzt, schwer oder leicht, an Körper und Seele.

Wendy wurde mit 19 Jahren in den Irak geschickt und sah dort die Hölle in einem Krankenhaus. Jason lebt mit seinen Medikamenten und zieht sich in seine Musik zurück. Lisa ist Polizistin in Chicago, in einem der härtesten Bezirke Amerikas. Sie wurde in Abu Ghraib traumatisiert. David diente 13 Jahre in der Army und 13 Jahre in der Navy. Er hat acht Kriegseinsätze hinter sich - nach seinem letzten Einsatz im Irak setzte er sich zur Ruhe. Vinny ist gespalten zwischen seiner Loyalität zu den Marines und seiner Abscheu zu dem, was er gesehen hat und was ihm zu tun befohlen wurde.

Der Dokumentarfilm "Amerikas verletzte Seelen" von Olivier Morel wird begleitet vom Geist des "unbekannten Soldaten", der für die 23 Veteranen steht, die täglich in Amerika Selbstmord begehen.

Olivier Morel ist der Autor mehrerer Dokumentarfilme und Radioreihen. Außerdem arbeitet er als Schriftsteller, Dozent und Journalist. Er lebt seit 2005 in den Vereinigten Staaten, wo er französische Literatur und Kino lehrt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Erinnerungsarbeit und der Sammlung von Augenzeugenberichten zum Holocaust und zum Ersten Weltkrieg. Im Jahr 2004 erstellte er für das Pariser Holocaust-Mahnmal eine Video-Installation aus Interviews mit ehemaligen Lager-Flüchtlingen. Außerdem sammelte er von 1997 bis 2007 in der ganzen Welt Augenzeugenberichte der letzten Überlebenden des Ersten Weltkriegs. Die Ergebnisse dieser beeindruckenden Arbeit präsentierte er in mehreren Buchpublikationen und drei Dokumentarfilmen mit den Titeln "The Twentieth Century, three survivors", "The last from World War I" und "Farewell 14".

"Amerikas verletzte Seelen" war Finalist des Dokumentarfilmwettbewerbs "International URTI Grand Prix for Author's Documentary" 2011.

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Marius: Was diese Menschen durchmachen, können wir uns kaum verstellen! Ich finde es beschämend, dass so wenig für die seelisch-kranken Veteranen getan wird in Amerika und das Resultat: Täglich 23 Veteranen-Selbstmorde spricht Bände. Es ist eine Schande, wie mit uns Menschen umgegangen wird, wie wir Menschen zu Maschinen programmiert werden, die keine Skrupel vor dem Töten haben, gezwungen werden, wahrlos zu töten usw.
Und was daraus folgt (Traumata, posttraumatische Belastungsstörungen, ...) wird dann von der Pharma-Mafia und den ach so tollen Ärzten / Psychologen mit teuren nichtsbringenden Medikamenten behandelt, die Quasi an uns Menschen ausprobiert werden und (wie im Film gesagt) wie Bonbons verteilt werden. 

Gerne könnt ihr Kommentare schreiben, wie euch die Doku gefallen hat und, ob ihr evtl. selbst ein Traumata erlebt habt, oder ihr jemanden kennt, der darunter leidet.

Die nächsten Tage werde ich noch etwas über Psychopharmaka schreiben (inkl. Kurz-Film)

Gruß Marius

Kommentare:

  1. traurig, erschreckend, und hilfreich für die, die mit PTBS-Menschen Kontakt haben,......

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  2. ein unglaublich guter Film - dieser müsste vielen gezeigt werden - nie mals krieg -

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  3. Nicht nur Amerikanische Soldaten auch Deutsche Soldaten sind betroffen aber da wird nicht gerne über geredet.
    Wo gar nicht über geredet wird sind die Leute die in diese Gebieten freiwillig Humanitaire Hilfe leisten.
    Auch gerne vergessen werden Newsleute die in diese Gebiete Arbeiten wollen / müssen.
    Ein drittel der deutsche Soldaten aus Afghanistan werden ein mehr oder weniger heftiges Trauma haben.
    Das wird nicht sofort merkbar sein vielleicht erst (schleichend) über Jahren.
    Es gibt warscheinlich keine Zahlen wieviele Ehen nach rückkehr aus so ein Gebiet kaput gehen.
    Für die Partner ist es eine Hölle mit so jemand verheiratet zu sein.....

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